Das Berufsbild des Gesundheits- und Krankenpflegers

Ein Beruf für das Leben!

Angesichts der demographischen Entwicklung in unserer Gesellschaft wird der Pflegeberuf zukünftig eine wichtige Rolle spielen und viele neue berufliche Perspektiven werden sich für Pflegekräfte entwickeln – im Krankenhaus und in den außerklinischen Bereichen wie Sozialstationen und Pflegeheimen oder auch Krankenkassen.

Die Pflege hat Zukunft!

Die Ausbildung zur examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. zum examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger bietet einen fundierten, soliden und praxisorientierten Start in einen modernen Beruf und in die Zukunftsbranche Gesundheitswesen.

Fachschule für Pflege
Fachschule für Pflege
Fachschule für Pflege

Die Aufgaben von Gesundheits- und Krankenpflegern

Menschen beim Gesundwerden begleiten!

Viele denken, dass Gesundheits- und Krankenpfleger/innen Patienten waschen und ihnen das Essen bringen. Das stimmt nicht, denn der Pflegeberuf und das Aufgabenprofil haben sich in den letzten Jahrzehnten enorm geändert. Der Tätigkeitsbereich ist sehr umfassend, vielschichtig und verantwortungsvoll, da Menschen in unterschiedlichen, meist schwierigen Lebensphasen und -situationen begleitet, unterstützt und versorgt werden.

Im Mittelpunkt der Gesundheits- und Krankenpflege steht die Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten. Gesundheits- und Krankenpfleger/innen sorgen dafür, dass die Patienten unter Berücksichtigung von Selbständigkeit und Selbstbestimmung die richtige Pflege erhalten.

Sie beraten die Patienten und fördern so die nötige Eigeninitiative zum Gesundwerden. Sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Patient, Angehörigen und Arzt. Bei allen ihren Tätigkeiten arbeiten sie mit vielen Berufsgruppen in einem eingespielten Team zusammen.

Eigenverantwortung übernehmen bei

  • Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs
  • Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation der Pflege
  • Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege
  • Individuelle Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen und ihrer Bezugspersonen
  • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen

Mitwirkung bei

  • Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation
  • Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

  • mit anderen Berufsgruppen und Erarbeitung von Konzepten zur Lösung von Gesundheitsproblemen

Die Ausbildung

Die Fachschule für Pflege bietet eine fundierte und praxisbezogene Ausbildung, die auf neuesten Erkenntnissen und Methoden basiert. Die Ausbildung ist in Blockunterricht und praktische Einsätze aufgeteilt, die sich in der Folge abwechseln.

Sie erwerben in der Schule die für das Berufsfeld nötigen Kompetenzen. Es werden gleichermaßen die Fach-, Personal-, Methoden- und Sozialkompetenz gefördert. Lernen verstehen wir dabei als lebenslangen Prozess, der während der Ausbildung durch die Lehrenden begleitet wird. Ihre Kursleitung betreut und fördert Sie individuell während Ihrer Ausbildung. Sie begleitet Sie auch durch Ihre praktische Ausbildung und hält Kontakt zu den Personen im Pflegedienst. Kollegiale Zusammenarbeit, Offenheit und Methoden der Erwachsenenbildung kennzeichnen das Lehrer- Auszubildenden-Verhältnis.

Qualifizierte Praxisanleiter/innen gewähren Ihnen systematisierte und fachspezifische Begleitung während Ihrer praktischen Einsätze.

Dauer/Ausbildungsbeginn

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre und beginnt jährlich am 1. April sowie 1. Oktober. Die Fachschule für Pflege verfügt insgesamt über 105 Ausbildungsplätze an ihren beiden Standorten.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung ist gesetzlich geregelt (Krankenpflegegesetz 2003) und gibt den Rahmen für die theoretische und praktische Ausbildung vor. Sie umfasst mindestens 2.100 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht und 2.500 Stunden praktische Ausbildung. Projektunterrichte, sowie ein Kinästhetikgrundkurs sind aus diesem Hintergrund Teil des Ausbildungsplanes.

Theoretische Ausbildung

In der Pflege ist fundiertes Wissen gefragt.
Pädagogisch qualifizierte Pflegelehrkräfte sowie Fachpersonal aus dem ärztlichen und pflegerischen Bereich vermitteln Ihnen das theoretische Fundament. Die theoretische Ausbildung findet im Blockunterricht statt. Dabei steht eigenverantwortliches Lernen im Mittelpunkt.

Ihr pflegerisches Handeln wird bestimmt durch Wissen aus der Gesundheits- und Krankenpflege, den Pflege- und Gesundheitswissenschaften, Kenntnissen aus den Naturwissenschaften und der Medizin, der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie aus Recht, Politik und Wirtschaft.

Die Auszubildenden lernen folgende 12 Themenbereiche kennen

  • Pflegesituationen bei Menschen aller Altersgruppen erkennen, erfassen und bewerten
  • Pflegemaßnahmen auswählen, durchführen und auswerten
  • Unterstützung, Beratung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen fachgerecht gewährleisten
  • Bei der Entwicklung und Umsetzung von Rehabilitationskonzepten mitwirken und diese in das Pflegehandeln integrieren
  • Pflegehandeln personenbezogen ausrichten
  • Pflegehandeln an pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichten
  • Pflegehandeln an Qualitätskriterien, rechtlichen Rahmenbestimmungen sowie wirtschaftlichen und ökologischen Prinzipien ausrichten
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken
  • Lebensrettende Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes einleiten
  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen
  • Auf die Entwicklung des Pflegeberufs im gesellschaftlichen Kontext Einfluss nehmen
  • In Gruppen und Teams zusammenarbeiten

Während der Ausbildung werden mehrere schriftliche, mündliche und praktische Erfolgskontrollen durchgeführt. Die Ausbildung endet mit dem Ablegen der staatlichen Prüfung. Diese besteht aus einem schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfungsteil.

Praktische Ausbildung

Pflege, das bedeutet neben Wissen auch Können.
Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Praxisanleiter/innen und Mentoren/innen sowie Pflegelehrer/innen der Fachschule für Pflege begleiten Sie während Ihrer praktischen Ausbildung durch die verschiedenen Fachbereiche des Spitals Waldshut, sowie in sozialen Einrichtungen der Umgebung, z. B. Sozialstation und Psychiatrie. So erlernen Sie in vielfältigen Situationen stationär und ambulant die Pflege, Anleitung und Beratung von Pflegebedürftigen unter Einbeziehung der Angehörigen.

Ausbildungsvergütung

  • Das Ausbildungsverhältnis ist tariflich geregelt. Vor Beginn der Ausbildung wird mit Ihnen ein schriftlicher Ausbildungsvertrag abgeschlossen
  • Dienstzeiten: Die Wochenarbeitszeit beträgt 38,5 Stunden
  • Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach den aktuellen Vorgaben des Tarifvertrages (TVÖD-K) und beläuft sich ab 01.03.2015 auf:
1. Ausbildungsjahr 975,69 €
2. Ausbildungsjahr 1.037,07 €
3. Ausbildungsjahr 1.138,38 €
  • Hinzu kommen diverse Zuschläge für die praktische Ausbildung an Feiertagen, Wochenenden sowie Nacht- und Wechselschichtzulagen.
  • Die Dauer des Erholungsurlaubes richtet sich nach den tariflichen Bestimmungen und beträgt derzeit 27 Tage pro Kalenderjahr.
  • Jugendliche unterliegen bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres den Jugendarbeitsschutzbestimmungen.
  • Die Berufskleidung wird gestellt und gewaschen.

Aufnahme­voraussetzungen

Schulische Voraussetzungen

  • Mindestalter 17 Jahre
  • Mittlere Reife, Fachhochschulreife oder Abitur
  • Hauptschulabschluss mit mindestens 2-jähriger abgeschlossener Berufsausbildung

Persönliche Voraussetzungen

  • Gesundheitliche Eignung
  • Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit
  • Offenheit und Sensibilität
  • Interesse und Neugierde an neuen Situationen
  • Motivation und Lernbereitschaft

Erwünscht

  • Berufserkundungspraktikum

Wir empfehlen allen Ausbildungsinteressierten ein mehrwöchiges Berufserkundungspraktikum in einem Krankenhaus oder Pflegeheim. Dadurch gewinnen Sie einen Einblick in Ihren späteren Berufsalltag und seinen Anforderungen.

Die Bewerbung

Die Bewerbungsunterlagen sollten beinhalten:

  • Bewerbungsanschreiben
  • Lückenloser, tabellarischer Lebenslauf mit Passbild
  • Schulabschluss bzw. -abgangszeugnisse (Kopien), ggf. Zwischenzeugnis
  • weitere Unterlagen, die eine lückenlose Darstellung des Lebenslaufes belegen, z. B. Arbeitszeugnisse, Praktikumsbeurteilungen

Eine schriftliche Bewerbung ist jederzeit möglich.

Schulzeugnisse, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erworben wurden, müssen vor Einreichung der Bewerbung durch eine hierfür zuständige Behörde (Oberschulamt) in der Bundesrepublik Deutschland als der erforderlichen Schulbildung gleichwertig anerkannt und in das deutsche Notensystem umgerechnet worden sein. Sonstige ausländische Bescheinigungen, Zeugnisse und Bestätigungen müssen amtlich beglaubigt in die deutsche Sprache übersetzt worden sein.

Anfragen und Bewerbungsunterlagen für beide Standorte unter Angabe des gewünschten Standortes bitte an folgende Postanschrift senden:

Spitäler Hochrhein GmbH
Fachschule für Pflege
Kristin Krumpas-Mut
Kaiserstraße 93-101
79761 Waldshut-Tiengen

Karriere/Perspektive nach der Ausbildung

Eine abgeschlossene Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in eröffnet Ihnen viele Optionen. Eine Vielzahl von Weiterbildungs- und Studiengängen ermöglichen Ihnen eine individuelle Karriereplanung:

  • Stationsleitung
  • Intensivpflege und Anästhesie
  • Palliative Care
  • Praxisanleitung
  • Case-Manager/in
  • IT-Koordinator/in in der Pflege
  • und, und, und …

Auch einer akademischen Karriere steht nichts im Weg. Folgende Studiengänge sind nach der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung möglich:

  • Pflegepädagogik (Lehrtätigkeit an Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätten des Gesundheitswesens)
  • Pflegemanagement (Übernahme von Leitungsverantwortung, z. B. Pflegedienstleitung)
  • Pflegewissenschaft (Pflegeforschung oder Zuständigkeit für die Pflegequalitätssicherung in Gesundheitseinrichtungen)

Kontakt

Kristin Krumpas-Mut
Schulleiterin
T 07751 85-4291
kristin.krumpas-mut@spital-waldshut.de

 

Pflegefachschule auf Facebook

Die offizielle Facebookseite der „Fachschule für Pflege“ der „Spitäler Hochrhein“ mit den Standorten Bad Säckingen und Waldshut.

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